Musik im Industrieraum II

Musique et danse en chocolat

John Cage (1912 – 1992) Variations IV für jegliche Art von Klängen und jegliche Zahl von Mitwirkenden

Benedikt Hayoz (*1984) „Mus(fabr)ik“ für Chor, Ensemble und Tanz (Uraufführung, Auftragswerk von CNZ und studio-klangraum Basel, ermöglicht von der UBS Kulturstiftung und Pro Helvetia)

James Tenney (1934 – 2006) Form I für 16 oder mehr Instrumente

Beat Gysin (*1968) „Eisen“ für Chor, Ensemble und Tanz (Uraufführung, Auftragswerk von CNZ und studio-klangraum Basel)

Samstag, 1. Oktober 2016
Sonntag, 2. Oktober 2016
17 Uhr
Villars Maître Chocolatier SA
Route de la Fonderie 2
1701 Fribourg

Collegium Novum Zürich
DA MOTUS! Danse – Performance
Chœur St.-Michel, Fribourg (Ltg. Philippe Savoy)
Studierende des Conservatoire de Fribourg
Peter Tilling Dirigent

Veranstalter
Collegium Novum Zürich und studio-klangraum Basel in Zusammenarbeit mit Eclatconcerts Fribourg

Inwiefern vermag die Gegebenheit eines bestimmten architektonischen Raumes die Wahrnehmung von Musik zu beeinflussen? Und umgekehrt: Wie verändert Musik die Wahrnehmung eines Raumes? Kann Musik in Räumen und Arealen funktionieren, deren ursprüngliche Zweckbestimmung denkbar kunst- und musikfern war? Konkret: Kann man zeitgenössische Musik und industrielle Architektur in einen sinnvollen Zusammenhang bringen? Wir fokussieren im Projekt „Musik im Industrieraum“ auf Industrieräume oder Industrieareale in der Schweiz.

Die ehemalige Produktionshalle der Villars Maître Chocolatier hat gigantische Ausmasse und misst mehr als 100m in der Länge. Zwar ist sie komplett leer geräumt, doch liegt immer noch den Duft von Kakao in der Luft und spürt man, dass hier vor nicht allzu langer Zeit noch produziert wurde. Präsent ist die Tradition der Schokoladenproduktion in einem im gleichen Gebäude befindlichen Restaurant, dass Kakao-Produkte in allen nur erdenklichen Variationen anbietet.
Die leere Produktionshalle aber werden wir gleichsam mit Klängen fluten: John Cages Variations IV werden hier zu einer raumerkundenden Performance mit Geräuschen und Bewegungen. Tanz, Gesang und Musik werden in den neuen Werken von Beat Gysin und Benedikt Hayoz verschmolzen, während James Tenneys Form I den riesenhaften Raum mit einer sich in allmählicher Modulation befindlichen Klangskulptur füllt.

Soldaten
Fremd