Musik im Industrieraum V

Kornkammermusik

Bruno Maderna (1920 – 1973) „Serenata per un satellite“ für variable Besetzung (1969)

William Blank (*1957) „(a)round“ für Alt-Saxophon und sieben Instrumente (Urauführung, Kompositionsauftrag von CNZ und studio-klangraum Basel mit freundlicher Unterstützung der Fondation Nicati de Luze)

John Cage (1912 – 1992) Variations IV für jegliche Art von Klängen und jegliche Zahl von Mitwirkenden

James Tenney (1934 – 2006) Form I für sechzehn oder mehr Instrumente (1993)

Samstag, 17. Juni 2017
16 Uhr und 17.30 Uhr
Siloturm Basel
Hafenstrasse 7
4057 Basel-Kleinhünigen

Collegium Novum Zürich
Studierende der Musikakademie Basel
Rico Gubler Saxophon
Peter Tilling Dirigent

Veranstalter
Collegium Novum Zürich und studio-klangraum Basel in Zusammenarbeit mit IGNM Basel

 

Inwiefern vermag die Gegebenheit eines bestimmten architektonischen Raumes die Wahrnehmung von Musik zu beeinflussen? Und umgekehrt: Wie verändert Musik die Wahrnehmung eines Raumes? Kann Musik in Räumen und Arealen funktionieren, deren ursprüngliche Zweckbestimmung denkbar kunst- und musikfern war? Konkret: Kann man zeitgenössische Musik und industrielle Architektur in einen sinnvollen Zusammenhang bringen? Diesen Fragen widmet sich unsere schweizweite, fünfteilige musikalische Erkundungsreise durch industriell geprägte Areale.

Der Architekt Hans Bernoulli hat mit seinem 1923 im Basler Hafen errichteten Siloturm gezeigt, wie die Zweckgebundenheit industrieller Architektur und ästhetischer Anspruch verschmolzen werden können. Noch heute wird der nunmehr 93jährige Bau als Getreidesilo genutzt. Uns interessieren vor allem die beiden Enden des Gebäudes: Zum einen eine weitläufige Lagerhalle im Erdgeschoss, die – wenn sie denn nicht gerade randvoll mit Getreidesäcken gefüllt ist – über eine kathedralartige Akustik verfügt. Zum anderen der Dachstock des Siloturms, rund 40 m höher gelegen, durch den kreuz und quer Rohrleitungen führen, durch die das Getreide in die einzelen Kammern verteilt wird. Ist die Lagerhalle der Raum für die Werke von Tenney und Maderna, wird das Dachgeschoss zum Ort für die akustische Raumerkundung durch die Variations IV von Cage und das neue Werk von William Blank. Wenn es das Wetter erlaubt, werden wir auch die Terasse, die einen sensationellen Rundblick über Basel und die angrenzenden Landschaften bietet, zum Ort für Basler Ausgabe vonMusik im Industrieraum machen.

Offene Landschaft