Schöpfung

Chaya Czernowin (* 1957)
„On the Face of the Deep“ für Ensemble
 (2016)

Sanzhar Baiterekov (* 1987)
„(Re)Inkarnation [Yerlik]“ für großes Ensemble (Uraufführung, Kompositionsauftrag des CNZ, ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung)

Barblina Meierhans (* 1981)
Neues Werk für Ensemble und Elektronik (Uraufführung, Kompositionsauftrag des CNZ, ermöglicht von Pro Helvetia und Stadt Zürich Kultur)

Franck Bedrossian (* 1971)
„Vayehi erev vayehi boker“ für grosses Ensemble

Samstag, 4. April 2020
20 Uhr (19 Uhr Einführung)
Radiostudio Zürich
Brunnenhofstrasse 22
8057 Zürich

Collegium Novum Zürich
Enno Poppe Dirigent

Veranstalter
Collegium Novum Zürich in Zusammenarbeit mir SRF

Tickets
CHF 20
CHF 40 (Unterstützerticket)
www.cnz.ch

Notenpunkt
T +41 43 268 06 45
Froschaugasse 4
8001 Zürich

Für das Jahr 2017 gab das Ensemble Intercontemporain aus Paris aus Anlass seines vierzigjährigen Bestehens sieben Ensemblekompositionen in Auftrag, die sich auf den biblischen Schöpfungsmythos beziehen und jeweils einem der sieben Schöpfungstage gewidmet sein sollten. Die israelische Komponistin Chaya Czernowin oblag es, den ersten Tag zu vertonen (Schöpfung von Himmel und Erde, Licht, Finsternis, Wasser). Der französischen Komponist Franck Bedrossian bezog seine Komposition auf den dritten Tag (Schöpfung von Land und Meer und der Vegetation). Diese beiden Teile des Zyklus bilden den Rahmen dieses Programms und umschließen die beiden Werke von Sanzhar Baiterekov und Barblina Meierhans. Das Wort Schöpfung ist in beiden Fällen zunächst auf die Werke selbst zu beziehen, denn es sind neue Kompositionen. Sanzhar Baiterekov gibt seiner Musik – wie Czernowin und Bedrossian – einen Bezug zu religiösen Überlieferungen und Vorstellungen, in diesem Fall denen des Tengriismus. Dies ist die vorislamische und vorbuddhistische Religion der alten türkischen Völker, die nicht auf heiligen Schriften beruht, sondern die einzig auf mündlicher Überlieferung. Baiterekov hat einen Zyklus von Kammer- bzw. Ensemblekompositionen konzipiert, die sich jeweils auf die Hauptgötter dieser Religion beziehen. „Yerlik“ ist der Gott der Unterwelt.

Jagden und Formen
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