LichtspielMusik: Schatten

„Schatten – eine nächtliche Halluzination“

Stummfilm von Arthur Robinson (Deutschland 1923), live begleitet mit der Musik von Johannes Kalitzke (2016)

click here Freitag, 1. März  2019
20 Uhr, 19 Uhr Einführung
Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200
4058 Basel

Samstag, 02. März 2019
20 Uhr, 19 Uhr Einführung
Museum für Gestaltung
Ausstellungsstarsse 60
8005 Zürich

Collegium Novum Zürich
Johannes Kalitzke Dirigent

Veranstalter
Basel: Gare du Nord in Zusammenarbeit mit Collegium Novum Zürich
Zürich: Collegium Novum Zürich

Tickets Zürich
CHF 20
CHF 40 (Unterstützerticket)

Schattenspiele sehr spezieller Art spielen im Stummfilm „Schatten – eine nächtliche Halluzination“ eine zentrale Rolle. Wie in kaum einem anderen Streifen jener Jahre wird hier die Essenz des expressionistischen Kinos greifbar, das sich in der Tradition der deutschen Romantik bewegt: Schattenspiele, die Wunsch- und Traumbilder sichtbar machen und die das Verhältnis von Traum und Wirklichkeit auf den Kopf stellen. Die Traumbilder offenbaren, was die Menschen wirklich umtreibt und ihr Handeln bestimmt. „Schatten“ ist einer der besten Filme des deutschen Expressionismus und bewegt sich von der künstlerischen Wertigkeit her auf dem Niveau der Klassiker dieser Epoche wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“ oder „Nosferatu“. Johannes Kalitzke gestaltet seine Musik zu dem Film als „multiples Rondo, eine Art Form-Knäuel“, um „die Getriebenheit der handelnden Personen“ zu spiegeln. Alles steuert „auf einen Endpunkt zu, an dem das Happy End im Film selber einen Schatten wirft: als ein gefährdetes Glück, das nur durch Verdrängung des vorher offenbarten, unterbewussten Schattenreiches vorgetäuscht ist.“

Die Musik folgt dem „Prinzip des Spiegelns und Schattenwerfens“ und illustriert weniger das Geschehen des Films, sondern die neurotischen Unterströmungen der Handlung und versucht, die Subkonturen der Charaktere zu ergründen.

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