Mosaik

Sergej Newski (* 1972)
„La Nuova Gioventù“ auf Worte von Pier Paolo Pasolini für Sopran, Saxophon und Ensemble (Uraufführung, Kompositionsauftrag des CNZ, ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung)

Heinz Holliger (* 1939)
„Ma’mounia“ für Schlagzeug und Ensemble (2002)

Isabel Mundry (* 1963)
„Traces des moments“ für Klarinette, Akkordeon, Violine, Viola und Violoncello (2000)

Heinz Holliger
„A plume éperdue“ auf Texte von Philippe Jaccottet und Heinz Holliger für Sopran, Altflöte, Englischhorn und Violoncello (2015)

Mark Andre (* 1964)
Drei Stücke für Ensemble (2019)

Mittwoch, 27. November 2019
20 Uhr
REAKTOR
Geblergasse 40
1170 Wien

Samstag, 30. November 2019
20 Uhr (19 Uhr Einführung)
Tonhalle Maag
Zahnradstrasse 22
8005 Zürich

Collegium Novum Zürich
Sarah Maria Sun
Sopran
Marcus Weiss Saxophon
Clement Power
Dirigent

 

Veranstalter
27. November 2019
Wien Modern

30. November 2019
Collegium Novum Zürich in Zusammenarbeit mit Stadt Zürich Kultur und der Tonhalle-Gesellschaft Zürich

Tickets Zürich
CHF 20
CHF 40 (Unterstützerticket)

Tonhalle Zürich
T +41 44 206 34 34
tonhalle-orchester.ch
ab 1. September 2019

Tickets Wien
wienmodern.at

Dieses Programm vereint gleich einem Mosaik Kammermusik aus den vergangenen zwei Jahrzehnten und die Uraufführung eines neuen Werkes von Sergej Newski. Letzterer bezieht sich in „La Nuova Gioventù“ auf Gedichte Pier Paolo Pasolinis, die dieser in seiner Jugend in der Mundart des Friaul geschrieben hatte und die er kurz vor seinem Tod nochmals nachdichtete, überschrieb, rekonstruierte, transformierte. Heinz Holligers „Ma’mounia“ borgt den Titel von einem Genfer Restaurant, dem Ort der ersten kompositorischen Inspiration. Im Werk verdeutlicht er die musikalische Wechselwirkung zwischen Physis und Geist. Dabei korrespondiert der rasend virtuose Schlagzeugpart mit dem Ensemble in theatraler Körperlichkeit, sich von reiner Geräuschkulisse zu energiegeladener, explosiv kulminierender Klanglichkeit steigernd. Isabel Mundry meint zu „Traces des moments“: „Im permanenten Wechsel von Vordergrund und Hintergrund, Momenten und ihren Schatten, zeichnen sich die Dinge ein in den Verlauf klanggestalteter Zeit.“ Zum 75. Geburtstag (2000) hatte Heinz Holliger Pierre Boulez ein Albumblatt nur für Solostimme auf das Gedicht „monde” von Philippe Jaccottet geschickt, der mit Pierre Boulez den gleichen Jahrgang teilt. 15 Jahre später, aus Anlass des 90. Geburtstags, griff Holliger auf das gleiche Gedicht zurück, „um es erneut als Ausgangspunkt für eine geburtstägliche Sprach- und Klangkomposition zu nehmen, Dichter und Komponist enger aneinander zu binden, zu paraphrasieren.“ In Mark Andres Drei Stücken für Ensemble geht es „um die Musik des Entschwindens, des Verschwindens. Es betrifft alle Aktions/Klang/Zeit-Typologien einerseits und die formale Gestaltung anderseits.“ (Mark Andre)

Stasis
Dekonstruktion – Rekonstruktion