Offene Landschaft

Samir Odeh-Tamimi (*1970) „Hutáf Al-Arwáh“ für elf Instrumentalisten (2001)*

Georges Aperghis (*1945) „Le reste du temps“ für Violoncello, Cymbalum und Ensemble (2003)*

Jan Krejčík (*1975) „Das wohldetemperierte Vibraphon“ (3 Studien über bewegliche Tonhöhen) für Mikrotonvibraphon und Ensemble (Uraufführung, Auftragswerk des CNZ, ermöglicht von der Landis & Gyr Stiftung)*

Enno Poppe (*1969) „Öl“ für Ensemble (2001-2004)

Freitag, 9. Juni 2017
20 Uhr, Einführung 19 Uhr
Tonhalle, Grosser Saal
Claridenstrasse 7
8002 Zürich

Sonntag, 11. Juni 2017
20 Uhr
Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200
4058 Basel

Collegium Novum Zürich
Imke Frank Violoncello
Françoise Rivalland Cymbalum
Julien Mégroz Mikrotonvibraphon
Enno Poppe Dirigent

Veranstalter
Collegium Novum Zürich in Zusammenarbeit mit der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und Gare du Nord

Der Begriff offene Landschaft ist in den Geo-Wissenschaften gebräuchlich um Landschaftstypen ausserhalb geschlossener Waldungen zu bezeichnen. Sie sind oft weiträumig strukturiert, eröffnen Perspektiven und können Kontrastierendes vereinen. In diesem Sinne mag der Begriff gleichnishaft auf die vier Werke bezogen werden, welche die Klanglandschaft dieses Konzertes formen.
Im abschliessenden Konzert der Saison bieten wir ein Programm, das wesentliche Aspekte der Saison nochmals zusammenfasst und dabei ein weites Spektrum zeitgenössischen Komponierens erleben lässt. Fokus Osten als ein zentrales Thema wird durch drei der vier Werke repräsentiert: Samir Odeh-Tamimi ist ein aus Israel stammender Palästinenser, der seit vielen Jahren in Berlin lebt. In seiner Musik verschmilzt er Eigenarten orientalischer Musikkulturen mit Errungenschaften der westlichen Avantgarde. Jan Krejčík ist ein tschechischer Komponist, der gegenwärtig in Paris lebt. Er hat ein Mikroton-Vibraphon entwickelt, das wir mit seinem neuen Werk erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Mit George Aperghis ist hier nochmals jener griechisch-französische Komponist präsent, mit dem wir die Saison eröffnet haben. Enno Poppe – doppelt begabt als Komponist und Dirigent – wird mit „Öl“ ein Werk präsentieren, das seinen Namen international bekannt gemacht hat und ihn als einen Komponisten zeigt, der insbesondere die grossen Formen der instrumentalen Musik souverän beherrscht.

*Fokus Osten

Abendprogramm

Musik im Industrieraum IV
Musik im Industrieraum V