Klanginseln V: Pulse – Flächen

19 Uhr, Klanginsel 1
Philip Glass (*1937) „Glassworks“ für Ensemble (1982)

20 Uhr, Klanginsel 2
James Tenney (1934 – 2006) „Arbor vitae“ für Streichquartett (2006)
György Ligeti (1923 – 2006) „Continuum“ für Cembalo (1968)*
James Tenney Form I für 16 oder mehr Instrumente (1993)

21 Uhr, Klanginsel 3
Steve Reich (*1936) Piano Phase (1967)
Steve Reich Octet (Eight Lines) für Ensemble (1979)

22 Uhr, Klanginsel 4
György Ligeti (1923 – 2006) Poème symphonique für 100 Metronome (1962)
Bernd Alois Zimmermann (1918 – 1970) Tratto II für Tonband (1969)

Freitag, 19. Mai 2017
19 bis 23 Uhr
Kulturhaus Helferei
Kirchgasse 13
8001 Zürich

Collegium Novum Zürich
Studierende der Musikhochschule Lübeck
Michael Wendeberg Dirigent

Veranstalter
Collegium Novum Zürich

Die Klanginseln V wenden den Blick ausnahmsweise nicht nach Osten, sondern nach Westen: Vor allem stehen hier mit Steve Reich und Philip Glass zwei Vertreter der amerikanischen Minimal Music im Zentrum, deren Werke freilich in verschiedene Kontexte gesetzt werden. So kommt mit György Ligeti eben doch ein Komponist ins Spiel, der den Fokus Osten auch in diesem Programm repräsentiert. „Continuum“ für Cembalo ist eines seiner legendären Werke, das insofern genau das Zentrum des mit Pulse – Flächen überschriebenen Programms darstellt, als dieses Werk um jenen Zustand kreist, in dem einzelne Klänge – also Pulse – zu einer Fläche verschmelzen. Manche von James Tenneys Kompositionen lassen an Kunstwerke der abstrakten Malerei denken: Sie gleichen in die Zeit projizierten Formen, so auch sein spätes Streichquartett „Arbor vitae“ und die Stücke seines Form-Zyklus. Den Abend beschliessen wir mit zwei Klassikern der Moderne: Bernd Alois Zimmermanns Tonband-Stück Tratto II arbeitetet Zeitschichtungen, während Ligetis Poème symphonique die Klangfläche, die der Sound von 100 Metronomen evoziert, allmählich soweit ausdünnt, bis ein einzelner Klangpunkt übrig bleibt.

*Fokus Osten

Abendprogramm

Musik im Industrieraum III
Musik im Industrieraum IV